Prenzlau verlassen wir auf der vielbefahrenen B198, um nach kurzer Zeit in Richtung Ellingen abzubiegen. Wenn Sie etwas für Melancholie übrig haben, werden Sie sicher die nächsten Kilometer genießen. Auf kaum befahrener Landstraße geht es durch die Orte Schönwerder, Brandelow und Trebenow nach Werbelow, immer die weiten flachen Wiesen entlang der Uecker und die Windräder im Blick. Sollten Sie hier Menschen begegnen, werden Sie stärker als anderswo deren Interesse spüren. Kurz hinter Werbelow in Richtung Brietzig beginnt ein gutbefahrbarer Feldweg, der uns nach Wilsikow bringt. Hier überqueren wir die B104 und fahren auf einem asphaltierten schnurgeraden Weg, vorbei an unzählige Windkraftanlagen, über die Autobahnbrücke nach Lukow und sind nunmehr bereits in Mecklenburg-Vorpommern. Von Klein Lukow aus führt ein anfänglich recht sandiger Weg in das angrenzende Waldgebiet. Die jetzt folgende Strecke ist Lohn für all unsere bisherigen Mühen auf dieser Etappe. Erst geht es etwa drei Kilometer auf gutem Waldweg stetig bergab, dann überqueren wir die Straße zwischen Rothenmühl und dem Bahnhof Jatznik und schon sind wir auf dem "Mecklenburgischen Seen-Radweg". Der bringt uns auf bestem Belag weiter durch den Wald über Friedrichshagen bis zum Etappenziel Ferdinandshof.
Abgesehen von dem kleinen Stück auf der B198, verläuft diese Etappe überwiegend auf Landstraßen ohne nennenswerten Verkehr. Größere Steigungen sind nicht zu bewältigen. Ausgeschildert ist die Strecke erst wieder ab dem Seen-Radweg. Da es zwischen Prenzlau und Ferdinandshof kaum Einkaufsmöglichkeiten gibt, empfehlen wir, sich zu bevorraten.
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